paradies spielen

(abendland. ein abgesang) von Thomas Köck

„Die mitteleuropäische Erschöpfung“ findet „im ewigen ICE“ statt. Fünf Reisende und ein mysteriöser Zugbegleiter rasen ohne Halt durch die Landschaft ins Ungewisse. Parallel dazu wird die Geschichte eines chinesischen Wanderarbeiterpärchens erzählt, die voller Hoffnungen wochenlang im Zug nach Europa gefahren sind, um wieder nur Kleidung in Massen zu produzieren. Und mittendrin ein Sohn am Krankenbett seines Vaters, der schwere Verbrennungen erlitten hat. Das Herz schlägt noch. Die Erde ist noch nicht verbrannt. Lohnt es sich noch zu kämpfen?

Auf poetische und sprachgewaltige Art und Weise verwebt Köck persönliche Erlebnisse mit einem Gesellschaftsbild kurz vor dem Kollaps.
Für „paradies spielen“ , dem dritten und abschließenden Teil seiner Klimatrilogie („paradies fluten“, „paradies hungern“), wurde Thomas Köck mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2018 ausgezeichnet.

Regie … Katja Ott
Bühne ... Bernhard Siegl
Kostüme ... Nina Hofmann
Video ... Kai Wido Meyer
Musik ... Jan S. Beyer & Jörg Wockenfuß
Licht ... Ernst Schießl
Dramaturgie ... Karoline Felsmann

Besetzung

Ich
Enrique Fiß
ein singender Kondukteur
Charles P. Campbell
zwei chinesische Wanderarbeiter
Ralph Jung
und
Violetta Zupančič
Marianne
Olga Prokot
Sonja
Alissa Snagowski
Doris
Marion Bordat
Fred
Ralph Jung
Martin
Martin Maecker
ausgebrannter Chor im ewigen ICE der Spätmoderne

Spielort

Markgrafentheater
Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn (außer am Premierenabend)

Premiere: 29.06.2018

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