Wut

von Elfriede Jelinek

Wut ist ein Motor der Menschheit, sie verleiht ungeahnte Kräfte, aber sie kann einen Menschen sprichwörtlich fast ohnmächtig werden lassen. Elfriede Jelineks Text WUT entstand aus dem Schock über die Anschläge auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und den jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015. Wortgewaltig und gedankenklar artikuliert die Literaturnobelpreisträgerin ihre Sprach-, Rat- und Fassungslosigkeit angesichts dieser Verbrechen.

Am Theater Erlangen hat Paul-Georg Dittrich, der in der letzten Spielzeit bereits „Sweet Home Europa“ inszenierte, dieses komplexe Stück in Szene gesetzt. Sein Theaterverständnis allgemein sowie seine Herangehensweise an Jelineks Text im Speziellen erläutert der Regisseur wie folgt: „Ich verstehe es als meine primäre Aufgabe, aus dem Geist der Musik und dem Drama die uns umgebende Wirklichkeit zu hinterfragen. Das klassische Spartendenken aufzubrechen, Erzählkontinuitäten durch überraschend hereinbrechende Ereignisse zu sprengen und Inszenierungen performativ aufzuladen. Es ist eine nie endende Suche nach einer Erweiterung poetischer Ausdrucksformen, jenseits der existierenden Grenzen.“

Der Text wird mit Musik der verschiedensten Epochen kombiniert und das Schauspielensemble daher um die Sopranistin Yuka Yanagihara und den Bassbariton Rainer Scheerer erweitert.

Regie … Paul-Georg Dittrich
Bühne & Kostüme … Iris Holstein
Musikalische Leitung … stefanpaul
Video … Kai Wido Meyer
Dramaturgie … Udo Eidinger

Cast

Mit
Marion Bordat
und
Clemens Giebel
und
stefanpaul
und
Rainer Scheerer
und
Benjamin Schroeder
und
Yuka Yanagihara
und
Violetta Zupančič

Spielort

Markgrafentheater

Dauer 2 Stunden und 25 Minuten,
eine Pause
Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Termine

Fotos © Jochen Quast
Video © Florian Reichart