Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wann habt ihr zum ersten Mal mit einer Produktion zu tun?
Die Intendantin stellt in kleiner Runde, d. h. für die Öffentlichkeitsarbeit, die Theaterpädagogik und das Künstlerische Betriebsbüro, zusammen mit den Dramaturg/-innen den Spielplan für die neue Saison vor. Wir
sind in diesem kleinen Kreis meist die Ersten, die von den geplanten Premierenstücken erfahren. Das sind recht spannende Momente. Man ist meist sogar ein bisschen aufgeregt, denn schließlich begleiten uns die geplanten Produktionen eine ganze Spielzeit lang. Damit wir einen besseren Zugang zu den Stücken bekommen, die wir inhaltlich zum Teil noch nicht kennen – das betrifft vor allem zeitgenössische Stücke – steht es uns
frei, auch schon mal vorab die Stückfassungen zu lesen. Für unsere Arbeit ist es sehr wichtig, den Spielplan gut zu kennen und später auch alle Inszenierungen anzuschauen. Auch hier sind wir meist früher dran als die Zuschauer, denn wir besuchen oft schon die Endproben.

Wann habt ihr zum letzten Mal mit einer Produktion zu tun?
Die sogenannte Dernière, so nennt man die letzte Vorstellung einer Produktion, anzuschauen, ist immer ein Highlight, die Schauspieler sind dann ziemlich gut eingespielt, und meistens gibt es hinter der Bühne noch
eine Art kleine Verabschiedung vom Stück. Wir kündigen die letzte Vorstellung gerne auch nochmal in allen unseren Werbekanälen an, sodass jeder, der sich mal vorgenommen hatte, das Stück anzuschauen, auch wirklich
die Chance bekommt, sich einen Platz im Zuschauerraum zu sichern. So richtig Abschied von einer Produktion nehmen wir dann nochmal beim Archivieren sämtlicher Printprodukte.

Typische Begriffe oder geflügelte Worte, die ihr verwendet:
„PM“ für Pressemitteilung: Alle wichtigen Neuigkeiten und Programmankündigungen werden darin über unseren Presseverteiler versandt. „Backend“: Das ist der interne Bereich auf unserer Website. Über den wir einzelne Seiten mit neuen Inhalten (Fotos, Videos, Texte) aufbereiten oder auch Änderungen vornehmen.
„Deadline“: Bei aller Flexibilität müssen die letzten Planungsdetails allerspätestens bis kurz vor der Druckabgabe eines Monatsspielplans stehen.
„HP1“ / „Fotoprobe“: Bei der ersten Hauptprobe werden von einem professionellen Theaterfotografen Bilder für alle unsere späteren Publikationen, allen voran für das Programmheft, gemacht.

Was kann in eurem Bereich schiefgehen?
Bei der enormen Menge an Inhalten, die wir täglich produzieren, ob Pressemitteilungen, Videos, Grafiken oder Drucksachen, müssen wir grundsätzlich viele Korrekturrunden einplanen, um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Den Monatsspielplan produzieren wir normalerweise mit zwei Monaten Vorlauf. Gelegentlich ändern sich Termine oder Vorstellungen zwischenzeitlich. Während der Pandemie wurde dieses Problem allerdings kaum mehr händelbar: Trotz späterer Produktions- und Druckphasen besaßen Spielpläne bei ihrer Anlieferung durch die Druckerei oft schon wieder keine Gültigkeit mehr.

Was war eine der letzten herausragenden Inszenierungen für eure Abteilung?
Der Untertan, weil wir vor dem Lockdown im März 2020 nur die Premiere spielen konnten. Seitdem tauchte die Produktion kontinuierlich geisterhaft in den Planungen auf und musste unendlich oft verschoben werden. Wir haben es immer wieder in die Ankündigungen geschrieben und ehrlich gemeint: „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!“

Gibt es Aufgaben, die ihr gerne an die Heinzelmännchen abtreten würdet?
Die Vorbereitung von Postsendungen und das Verteilen von Infomaterial an Auslagestellen. Aber glücklicherweise gibt es hierfür tatsächlich meistens Unterstützung durch Heinzelmännchen und gute Feen. Unsere Zuschauer*innen begegnen ihnen übrigens auch bei jedem Vorstellungsbesuch im Markgrafentheater.

Und welche Aufgaben würdet ihr euch auf keinen Fall nehmen lassen?
Die Entstehung des Spielzeithefts ist ein spannender Prozess. Es wird in Zusammenarbeit mit der Grafikagentur, der Dramaturgie und der Intendantin entwickelt. Damit verbunden ist auch die Entwicklung eines neuen
visuellen Erscheinungsbildes, das uns über das Spielzeitheft hinaus auch in anderen Publikationen sowie in Online- und Offline-Medien begleitet.

Wie viele Dienstjahre am Theater Erlangen zählt eure Abteilung insgesamt?
3 Jahre

Wie viele Dienstjahre am Theater zählt eure Abteilung insgesamt?
13 Jahre

Fotos: Lisa Giesinger, Doreen Urbanczyk