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Ein neues Stück im Markgrafentheater

Ein neues Stück im Markgrafentheater

In den letzten Jahren haben wir stets eine Position im Spielplan bewusst offengelassen. Denn Theater befasst sich mit der Gegenwart. Eine freigehaltene Position schafft die Möglichkeit, in der laufenden Spielzeit auf gesellschaftliche Entwicklungen direkt zu reagieren und Themenschwerpunkte neu zu setzen. Das kann durch ein ganz aktuelles Stück geschehen, aber auch durch einen Klassiker, den die Geschehnisse in einen neuen Kontext setzen.
Die Spielzeit 2022/23 wird geplant, während mitten in Europa ein Krieg stattfindet.

Angesichts dieser gewaltigen Erschütterung unseres europäischen Selbstverständnisses fragen wir uns, auf welche Werte wir bislang vertraut haben und wie wir diese verteidigen können. Ein vermeintlich friedliches Zusammenleben in Europa ist akut bedroht. Werden wir uns von weiteren Gewissheiten verabschieden müssen? Was eint uns als Gesellschaft, wie wollen wir miteinander umgehen? Welche Themen werden uns in einem Jahr beschäftigen? Diese Fragen scheinen noch ungewisser und zugleich drängender als in den Jahren zuvor. Daher haben wir beschlossen, diesmal gleich zwei Stücke erst im Laufe der Spielzeit festlegen zu wollen – eins im Markgrafentheater und eins im Theater in der Garage.


Regie … Katja Ott


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