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Last Park Standing

(Benimle gelir misin)

Last Park Standing (Benimle gelir misin)

von Ebru Nihan Celkan, Deutsch von Oliver Kontny

Istanbul 2013: Während der Proteste im Gezi-Park lernt die junge Juristin Umut Janina aus Berlin kennen. Es ist die ganz große Liebe! Zunächst scheinen alle Möglichkeiten offen zu stehen für die Revolution und ein freieres Leben. Umut ist jung, verliebt und optimistisch, an einer besseren Zukunft der Türkei mitzuarbeiten. Aber das Fenster zur Freiheit schließt sich allmählich. Fünf Jahre lang schaffen es die beiden Frauen, ihre Fernbeziehung zwischen Istanbul und Berlin durch Telefonate, Videos und Besuche lebendig zu halten, doch ihre Lebenswelten bleiben verschieden. Denn während Janina sich auf eine gemeinsame Zukunft freut, werden immer mehr von Umuts Freunden und Freundinnen aus der LGBT-Community bespitzelt, drangsaliert und verhaftet, allen voran ihr bester Freund Ahmet.

Im Gegensatz zu den meisten anderen hätte Umut die Möglichkeit, in Berlin ein unbeschwertes Leben zu führen und ihr privates Glück mit Janina auszukosten. Aber würde sie dadurch nicht ihre Heimat, Familie, Freunde und alles, wofür sie gemeinsam gekämpft haben, verraten? Die Entscheidung zwischen der Liebe und den Werten, für die man einsteht, ist unzumutbar. Umut muss sie dennoch treffen.

Ebru Nihan Celkan, geboren 1979, lebt in Istanbul und setzt sich in ihren Stücken mit der türkischen Gesellschaft auseinander. Zudem leitet sie Workshops zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. Last Park Standing entstand 2017 im internationalen Schreiblabor Krieg im Frieden am Maxim Gorki Theater Berlin.


Regie & Bühne … Markus Heinzelmann
Kostüme … Mirjam Ruschka
Video … Heiko Kalmbach
Musik … Florian Kreier
Dramaturgie … Udo Eidinger

Janina … Juliane Böttger
Ahmet … Justin Mühlenhardt
Umut … Lola Mercedes Wittstamm

Dauer: 1 Stunde und 30 Min. ohne Pause

Fotos: © Jochen Quast
Trailer: © Florian Reichart

Sichtungstermin für Pädagog*innen am 08.12.
Anmeldung bis 05.12. per E-Mail an die Theaterpädagogik

Nachgespräch mit Alev Bahadir, Geschäftsführerin der DIDF-Jugend Bayern e.V. am 09.12. nach der Vorstellung


Draußen, jenseits des Sichtbaren, tobt der Kampf des Tränengases und der Schlagstöcke, drinnen, in den Herzen, das zarte Pflänzchen Liebe, dem Schauspielerinnen wie Regisseur eine ganz behutsame, ganz be- und anrührende Atmosphäre zukommen lassen.

Manfred Koch / Erlanger Nachrichten, 15.11.22


Dezember 2022

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