Helge Schmidt

Regisseur

wurde 1983 in Schwerin geboren und studierte in München Theaterwissenschaft, Psychologie und neuere deutsche Literatur. Während seines Studiums sammelt er erste Regieerfahrungen an der Studiobühne der Ludwig-Maximilian-Universität. Anschließend war er als Regieassistent am Thalia Theater Hamburg tätig. In der Spielzeit 2013/14 inszeniert er dort Rum und Wodka von Conor McPherson in der Spielstätte Nachtasyl, im folgenden Jahr entwickelte und inszenierte Helge Schmidt mit Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand ein Projekt, das sich der Zeit vor dem ersten Weltkrieg in Form eines szenischen Konzertes widmet. Seit der Spielzeit 2014/15 arbeitet er als freier Regisseur. Es entstehen Kafka ist traurig, die Uraufführung von Lena Bireschs gentrifiction und seine Interpretation von Horváths Glaube Liebe Hoffnung gemeinsam mit dem Choreografen Jonas Woltemate am Lichthof Theater Hamburg. Am Theater Erlangen inszenierte er in der Spielzeit 2017/18 Weltverbesserungstheater.

Diese Arbeit wurde in der Kritikerumfrage des Fachmagazins Die deutsche Bühne als „Herausragende Inszenierung der Spielzeit 2017/18“ genannt. 2019 wird Helge Schmidt für seine Inszenierung Cum-Ex-Papers am Lichthof Theater mit dem FAUST, dem bedeutendsten deutschen Theaterpreis, ausgezeichnet. In der Spielzeit 2021/22 kehrt er nach Erlangen zurück, um die Uraufführung von GRNDGSTZ (Annalena und Konstantin Küspert) auf die Bühne des Markgrafentheaters zu bringen.

"Helge Schmidt erhielt den Theaterpreis 2021 für "die eindrucksvolle und künstlerische Umsetzung seiner Inszenierung" Tax for free am LICHTHOF Theater, die den Dreiecks-Aktienhandel "CumEx" mit Kleists "Michael Kohlhaas“ verknüpft. Die Jury hat besonders überzeugt, "wie dieser Stoff der politischen Weltbühne auf kleinstem Raum komprimiert und damit einfach und wirkungsvoll das Thema Gerechtigkeit auf die Bühne gebracht wurde"." (nachtkritik.de, 04.11.21)